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  Ron Spielman // HILLTOP GARDEN
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1.

Home (R. Spielman/J.C.Barry)

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2.

Paradise Island (R. Spielman/J.C.Barry)

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3.

Fretboard Highway (R. Spielman/J.C.Barry)

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4.

In Another Life (R. Spielman/J.C.Barry)

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5.

Hilltop Garden (R. Spielman/J.C.Barry)

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6.

Tip Of My Tongue (R. Spielman/J.C.Barry)

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7.

Favourite Actress (R. Spielman/J.C.Barry)

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8.

I'll Fail (R. Spielman/J.C.Barry)

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9.

Radio Me (R. Spielman/J.C.Barry)

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10.

So Many Things (R. Spielman/J.C.Barry)

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11.

Leaving For Hollywood (R. Spielman/J.C.Barry)

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12.

Don't Let Me Be Misunderstood (Bejamin/Marcus/Caldwell)

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13.

Wrap Up (R. Spielman/J.C.Barry)

 

Total Playing Time: 53:00

 

 

 

Hilltop Garden

Besetzung: Ron Spielman: vocals, acoustic guitar, mandolin, banjo // Jo Ambros: electric guitar, dobro, pedal steel // Rainer Tempel: piano, wurlitzer piano // Markus Bodenseh: acoustic and electric bass // Torsten Krill: drums, percussion //

Ron Spielman - Hilltop Garden
Someone mended something broken / made a circle from a square /
Gave hope when all was lost andŠ / made the darkness disappear.

Ein Album von Ron Spielman ist ein bißchen wie ein abendliches Treffen mit einem guten, ruhigen Freund. Man lässt sich nieder, spricht ein bißchen über dies und jenes und genießt das Zusammensein. Eine emotionale Oase, ein Ort des Rückzugs aber auch ein Freiraum, die Gedanken fließen zu lassen und auf eine sehr stille Art einen neuen Blick auf das Leben zu gewinnen. Ein solcher Ort ist Hilltop Garden, ein Garten jenseits des Trubels, eine Chance, durchzuatmen und von oben einen Blick auf das Treiben in der Welt zu werfen.
Und es ist das neue Album Spielmans, das zweite Soloalbum des feinfühligen Songwriters auf dem kleinen Label frimfram. Bereits vor etwa drei Jahren gab Spielman mit seinem Solodebüt From My Songbook einen hohen Standard vor, der von Presse und Kritik sehr wohlwollend aufgenommen wurde. ”Spielmans Songs sind gut abgehangen, aber luzide, erzählen prägnante Geschichten von Hoffnung, Liebe, Verlust und Tod," bemerkte Jazzthetik, und die Nürnberger Nachrichten lobten: ”In Sachen Spielfreude und Blues-Feeling sucht der ausdrucksstarke Sänger und Gitarrist hierzulande seinesgleichen." Ein Kollege vom Online-Magazin rocktimes.de stellte fest: ”Wenn dieses Album von Sting veröffentlicht worden wäre, würde er dafür in Windeseile Platin einheimsen, und die Fachpresse würde sich überschlagen und von einem neuen Meisterwerk sprechen", und traf den Nagel damit wahrscheinlich auf den Kopf.
Vier Mal wurde Spielman allein im letzten Jahr zum SAT.1-Frühstücksfernsehen und einmal zum ZDF-Mittagsmagazin eingeladen und ein Auftritt im ZDF Fernsehgarten, auf den Spielman selbst mit amüsiertem Schmunzeln zurückblickt, präsentierte ihn einem TV-Millionenpublikum.
”Es war mehr eine Erfahrung als ein Erfolg," erzählt er. ”Aber es war interessant, das einmal mitzumachen." Nein, Spielman sieht sich selbst nicht als fernsehkompatiblen Mainstream-Künstler, obwohl seine Fans umso begeisterter und in jeder stilistischen Region zu finden sind.
Wie schon From My Songbook entstand auch Hilltop Garden in Torsten Krills frimfram-Studio, das sich in den letzten Jahren zu einer eigenen Klasse entwickelt hat. Produzent Krill selbst rührt die Drums und die Percussions auf dem Album, und nicht zuletzt die tiefe Freundschaft zwischen Krill und Spielman dürfte zur intensiv-intimen Atmosphäre beigetragen haben, die Hilltop Garden auszeichnet. Die Studiocrew setzt sich diesmal aus dem Line-Up zusammen, das Spielman auf der Songbook-Tour durch Deutschland begleitete: Tastenmann Rainer Tempel, selbst erfolgreicher Leiter einer Bigband, Gitarrist Jo Ambros (Helen Schneider) und Bassist Markus Bodenseh (Fanta 4 etc).
Textbeistand gab es von John Barry aus der Sunny Jim Band, ebenfalls einem guten Freund Spielmans. Mit Krill zusammen gelang es Spielman ein weiteres Mal, ein Album größter Intensität zu schaffen, bei dem Songs und Sound untrennbar miteinander verbunden sind. Die endgültigen Arrangements entstanden bei der Bandimprovisation im Studio.
”Home ist so ein Song, für den ich nur eine Skizze hatte, und der sich im gemeinsamen Zusammenspiel organisch entwickelte", so Spielman. Zur ausgiebigen Spielfreude der Band gehört freilich das Ausprobieren, und so findet man neben einer Reihe von zusätzlichen Instrumenten wie Wurlitzer, Bongo, Mandoline und Pedal Steel-Guitar auch scheppernde Teekannen und einen Löffel, der an ein Glas schlägt ­ eine ganze Fülle an Sounds, die Krill mit feinem Händchen in eine brillant transparente und ungemein warme Produktion verwandelte. Auch rhythmisch gehen die Songs aus dem Garten auf der Hügelkuppe ihre eigenen Wege. Man findet neben knackigem Rhythm'n'Blues und sehr entspannten Jazz- und Swinggrooves auch mal einen Walzerrhythmus und immer wieder afrikanische Rhythmen, die durch die Überlagerung vieler Percussions entstanden.
Keine Frage, in Ron Spielmans Garten geht es farbenfreudig zu, aber nicht unübersichtlich: ”Ich habe mich für Hilltop Garden in den Klang zurückgezogen. Ein paar Akkorde, sanfte Rhythmen, das alles aber nicht zu kompliziert, sondern nah am Song." Typisch für Ron Spielman geht man beim Groove mit und steigt über die starke Melodiösität in die Musik ein.
So berührt der Opener Home mit einer fragilen Melodie und zurückhaltender Instrumentierung, die dem Ohr einmal die Möglichkeit gibt, sich zurückzulehnen. Nicht minder harmonisch beschwört Paradise Island eine kleine, heile Welt. ”Mein Garten befindet sich auf einem Berg, wo noch alles in Ordnung ist und ich unerreichbar bin," so Spielman. ”Ich lebe seit einigen Jahren in Berlin und da geht es sehr schnell und unruhig zu. Hilltop Garden ist ein Gegengewicht dazu." In diesem Garten wird auch gefeiert, wie etwa In Another Life, das mit seinem leichtfüßig-sprunghaften Rhythmus euphorisierende Wirkung versprüht. Aber nicht alle Songs gleiten einfach so durch, es gibt auch die Wächter im Garten, an denen man vorbei muss.
Etwa Leaving For Hollywood, das beginnt wie ein traurig-einsamer Soundcheck in einer Jazzbar, der unweigerlich in tiefe Melancholie führt. Oder der Titelsong, der durch schwebende Wurlitzerklänge nahezu Unwirkliches erstehen lässt. ”Ich habe in den letzten Jahren einige liebe Freunde verloren," erklärt Spielman. ”Und ich habe mich gefragt, was nimmt man eigentlich mit? Worum geht es auf der Welt?
Auch im Angesicht des Todes geht der Alltag weiter. Woran werden die Menschen sich erinnern, wenn Du gegangen bist?" Die Antwort gibt er selbst.
Mit Radio Me, einem Statement künstlerischer Selbstbehauptung unabhängig von kommerziellem Erfolg oder Misserfolg (I¹m my own boss, can play any song I choose // And there¹s nothing I like better than getting behind that mike / and sending my best wishes / to myself, I and me), und Fretboard Highway, einer swingenden Hommage an das Griffbrett der Gitarre, das aus nur 24 Bünden und sechs Saiten immer wieder Neues entstehen lässt ­ und an die großen Gitarristen, die zu Rons persönlichen Meistern gehören. Landau, Paul Kossoffs, Hendrix, McLaughlin ­ eine Reihe, in die man auch einen Spielman mit seinem ungemein flüssigen und leichten Spiel aufnehmen könnte. Es gibt weitere Highlights, etwa das lässige Favourite Actress, das traumhaft melodische I'll Fail oder die weit herausragende Re-Interpretation des Nina Simone/Animals/Joe Cocker-Klassikers Don't Let Me Be Misunderstood von Bennie Benjamin.
Wie From My Songbook ist auch Hilltop Garden ein persönliches Album, das aus der starken Gefühlsintensität seines Erschaffers lebt ­ ein privater Garten hinter einer mit Rosen bewachsenen Mauer. Aber das Tor zum Garten steht offen, und man sollte hineingehen. Eine entspannte Begegnung und ein aufbauendes Gespräch sind einem sicher. Und mit Ron Spielman kann man sich auf einen sehr angenehmen Gastgeber einstellen.

© Tom Beege 2007

Ron Spielman - Biografisches

Seit über zwanzig Jahren ist Ron Spielman bereits unterwegs ­ als Musiker, Bandleader und Solokünstler. Ganz der Gitarrist der "alten Schule", lernte er Gitarrespielen und Songwriting live von amerikanischen GIs und ideell von Größen wie Jimi Hendrix, McLaughlin, Cream und Traffic. Mittlerweile ist die Gitarre zu einem Körperteil und das Songwriting zu seiner natürlichen Sprache geworden.
Ron Spielman wurde 1964 im fränkischen Schweinfurt geboren, seine erste Gitarre bekam er im Alter von 14 Jahren in die Hände. Als Autodidakt brachte er sich selbst die ersten Akkorde und Licks bei, orientierte sich dabei an Hendrix, McLaughlins Mahavishnu Orchestra, Cream und Traffic. Eine Begegnung mit einem GI brachte den Schreinerlehrling in den Kreis amerikanischer Musiker, die ihm während inspirierender Jam-Sessions einen professionellen Zugang zum Instrument verschafften.
1980 gründete Ron Spielman seine erste Band ”Stoneground", deren Debüt On The Ground 1992 erschien. Die achtziger Jahre verbrachte Ron im Umfeld der “Sulzheimer Kommune", einer ländlichen Musiker-WG, in deren Dunstkreis auch Bands wie Ära und Embryo zu finden waren. In dieser Phase stellte er unter anderem die "Bewegung 8. März" auf die Beine, die die Aufbruchsstimmung mit Rons Neugier für Musikformen verband.
1992 veröffentlichte er mit der Pop-Formation "Body & The Beat" das Album Wild World.
Schon 1991 erfüllte sich Ron Spielman einen lang gehegten Traum: Mit der ”Ron Spielman Band" rief er eine Rhythm'n'Blues-geprägte Big Band mit acht Mitgliedern ins Leben. Das erste Album Skin & Wire entstand 1991, Solution folgte 1994, Electric Sonnet 1996 und 2001 entstand die bisher jüngste Produktion Intelligent People. 1994 verlieh die Stadt Schweinfurt Ron den städtischen Kunstförderpreis, der höchst selten einem Rockmusiker verliehen wird. In der Folge schufen sich Ron Spielman & Band einen Namen, der auch überregional an Bedeutung gewann und zudem internationale Verbindungen schuf: Man tourte mit der Little River Band, Steve Marriott, Dave Stewart, der Chick Corea Electric Band, Bob Geldof und anderen Acts ähnlichen Kalibers.
1996 widmete die Fachzeitschrift Gitarre & Bass (11/96) Ron Spielman & Band einen großen Artikel.
1999 zog Ron Spielman nach Berlin, um sein musikalisches Feld zu erweitern und Kontakte zu neuen Musikern zu schließen.
2004 erschien sein erstes Soloalbum From My Songbook, das den Grundstein für das nun vorliegende Album Hilltop Garden legte und ebenfalls auf frimfram-Records erschien. www.ronspielman.de

© Tom Beege 2007


  www.frimfram.de

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